Die Fans des Lomnitzer SV erlebten heute ein unglaubliches Schützenfest ihrer Mannschaft. Mit 6:1 wurde der SV Grün-Weiß Schwepnitz in einem Nachholspiel der Kreisliga Kamenz nach Hause geschickt. Wann hat es so ein Ergebnis schon einmal gegeben? Zumindest muss man dazu die eingestaubten LSV-Geschichtsbücher aufschlagen. Am 5. November 2000 gewann Lomnitz mit 6:0 bei Elstra II. Der letzte Heimsieg mit mehr als 4 Toren Differenz datiert gar auf dem 24. Oktober 1998 beim 7:0 gegen Laußnitz II. Die Zuschauer wurden heute also Zeuge eines historischen Ergebnisses. Verdient war dies allemal, auch in dieser Höhe. Denn beim LSV gelang heute so gut wie alles. Bei noch besserer Chancenverwertung hätten sich die Gäste nicht mal über eine zweistellige Niederlage beschweren dürfen, denn die Leistung der Schwepnitzer war heute alles andere als kreisligatauglich. Auf dem gepflegten Grün-Schwarz des Lomnitzer Sportplatzes spielten sich die Hausherren endlich mal den angesammelten Frust der laufenden Saison von der Seele und gaben mit diesem Kantersieg auch noch die Rote Laterne an den SV Liegau-Augustusbad ab. Höhepunkt des Tages war zweifellos der Freistoß-Treffer von Falk Scholz, der aus der eigenen Spielhälfte über Freund und Feind hinweg im Tor der Gäste landete. Von den "Supporters GWS" war somit heute nichts zu hören, während die LSV-Spieler mit viel Applaus von den eigenen Fans gefeiert wurden. Ob Spieler, Trainer oder Zuschauer – für alle war dieser Sieg schon jetzt das beste Ostergeschenk. Ein großes Lob also an die Mannschaft, auch wenn – und nun kommt doch noch etwas Kritik – Nicklichkeiten mit dem Gegner oder gefrustetes Pfostentreten wenn man den Elfmeter nicht schießen darf, beim Stand von 4:1 wirklich nicht sein müssen.