Als der Sieg in der letzten Woche gegen Straßgräbchen die lange negative Serie des LSV beendete, träumten einige Optimisten schon wieder von der großen Aufholjagd. Doch schon vor dem Spiel, als sich wieder mal eine Notelf warm machte, musste man feststellen dass der Lomnitzer SV nicht mehr kreisligatauglich ist. Mit Torsten Schmidt, Maik Sudau, Frank Wagner, Olaf Großmann, Thomas Keil und Steffen Böttcher fehlten mal wieder jede Menge Spieler. Im Angriff hatte Ricardo Petzold mit Silko Hiller und Rene Jurisch somit nicht gerade die torgefährlichsten Partner. Rene Scholz, der Comeback-Stürmer und Schütze des Siegtreffers von letzter Woche, musste/wollte erstmal wieder auf der Bank Platz nehmen. Im Spiel gingen dann die Blicke der mitgereisten Fans immer mehr in Richtung Auswechselbank um zu sehen, wann der Top-Joker endlich seine Chance bekommt. Denn die erste Angriffsreihe spielte wieder mal Fußball zum Wegschauen und dass obwohl man mit zunehmender Spieldauer merkte, dass hier für den LSV etwas mehr als 1 Punkt drin war. Natürlich hatten die Gastgeber mit ihren technisch begabten Akteuren auch die größeren Spielanteile. Doch bei den Gästen stand die Abwehr heute wieder mal sehr sicher und die Entlastungs-Angriffe hätten durchaus mal für Erfolg sorgen können. Denn man merkte schnell, dass die Abwehr bei Kamenz nicht das beste Mannschaftsglied war. Doch als Rene Scholz dann Mitte der 2.Halbzeit für den enttäuschenden Silko Hiller ins Spiel kam, wurden die Hausherren immer stärker und drängten auf den Führungstreffer. Der Lomnitzer SV konnte sich nun kaum noch richtig befreien und musste mit aller Macht um das 0:0 kämpfen. Am Ende blieb es schließlich bei diesem Unentschieden, dass wohl so auch in Ordnung geht. Denn richtig klare Tormöglichkeiten konnte sich auch die Einheit-Reserve nicht erspielen. Die einheimischen Zuschauer sprachen nach der Partie von "Not gegen Elend". Doch wenn man in dieser Saison schon ein paar mehr LSV-Spiele gesehen hat, dann war dies heute eine ordentliche Vorstellung und vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung ohne Fehlersuchen beim Mitspieler oder Beleidigt-Sein nach Auswechslungen.