Tja – was soll man zum Nachbarschaftsduell gegen den SV Ottendorf-Okrilla schreiben? Auf jeden Fall rückt nun auch der rechnerische Zeitpunkt immer näher, an dem feststeht, dass es eine ganze Weile keine Punktspiele mehr gegen den SVO geben wird. Denn auch im ersten Heimspiel nach 2 1/2 Monaten blieb die Wende nach Cottbuser Vorbild aus. Der Platz in Lomnitz wurde zuvor von den größten Schneemassen geräumt, denn da hatte sich in der "Schatten-Arena" in den letzten Wochen jede Menge angesammelt. Dennoch fand die Partie noch immer auf einer ordentlichen, aber gewalzten Schicht des winterlichen Weißes statt, so dass spielerisch kein hochklassiges Spiel zu erwarten war. Vor nicht derbywürdiger Kulisse blieben dann aber auch die fast schon vergessenen typischen Lomnitzer Derby-Merkmale wie Einsatz, Stimmung und Siegeswillen aus. Die Gäste aus Ottendorf bestimmten über die gesamten 90 Minuten im Mittelfeld das Spiel, ohne sich aber häufig nennenswerte Chancen herauszuspielen. So mag Lomnitz diese Statistik wieder einmal gewonnen haben, an einen Erfolg nach Toren wollte aber kaum einer so recht glauben, auch wenn es lange Zeit nur 0:1 stand. Dem SVO genügten ein gelungener Angriff in der 35.Minute und ein Abseitstor 3 Minuten vor Schluss um als Sieger vom Platz zu gehen. Bei den Hausherren gab es kurz nach der Pause nach einer Eckballserie einige Möglichkeiten die aber wieder einmal keine cleveren Verwerter fanden. Danach neutralisierte sich das Spiel mit zunehmender Spieldauer. Die Gäste wirkten müde und vermittelten lange Zeit nicht den Eindruck, dass man den Sack zumachen wolle und beim LSV tat man noch weniger für einen möglichen Ausgleich. So sorgte noch mal ein grober Abstimmungsfehler in der Lomnitzer Hintermannschaft für etwas Aufregung ehe schließlich noch das regelwidrige 0:2 kurz vor dem Ende fiel. Danach war's das dann mit dem Derby und die Zuschauer gingen mit kalten Füßen nach Hause ohne einen aufregenden Nachmittag erlebt zu haben.