Nur bei Freistößen wurde Unterschied deutlich

Frank Wagner (r.) anfangs spiel-, später wieder nur lautstark

Spitzenspiel in der 1.Kreisklasse Kamenz – der Drittplatzierte Lomnitz empfing den Tabellenführer aus Liegau-Augustusbad. Es war zugleich auch das Duell der beiden Kreisliga-Absteiger. In der 1.Halbzeit sahen die Zuschauer auf dem Lomnitzer Sportplatz dann zunächst auch ein ordentliches Spiel. Viel Tempo mit harten aber fairen Zweikämpfen, dazu die Spannung die in dieser Partie knisterte. Die Fans mussten deshalb trotz kaltem Regenwetter nicht so schnell erfrieren. Allerdings fehlten die Strafraumszenen auf beiden Seiten. Echte Torchancen konnten in der 1.Halbzeit gar nicht verzeichnet werden. Den einzigen Warnschuss von Rico Petzold notierten deshalb nur die Statistiker die früher beim Schach tätig waren. Nach dem Seitenwechsel versprach die Partie dann auch in den Strafräumen beider Mannschaften stattzufinden. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff hatte Rico Petzold die große Chance zum 1:0, als er nach schönem Zuspiel seines Bruders Ricardo aus zirka 11 Metern frei zum Schuss kam, aber knapp am kurzen Pfosten vorbeischoss. Leider bleib diese Möglichkeit die letzte und einzigste Torchance des LSV. Das Spiel verflachte nun mit zunehmender Spieldauer. Auch im Mittelfeld wurde nicht mehr allzuviel getan. Mitte der 2.Halbzeit hatten die Liegauer dann aber auch ihre 1.Torchance. Einen sehenswerten Freistoß konnte der Lomnitzer Torhüter Maik Sudau mit einer Glanzparade gerade noch so über die Latte lenken. Wie eng Lob und Tadel bei einem Torhüter aber zusammenliegen, zeigte der nächste Freistoß wenige Minuten danach. Zu übermotiviert stürmte Maik Sudau dem hoch in den Strafraum geschlagen Ball entgegen und verpasste ihn schließlich. Die Folge war, das sich scheinbar alle auf den Keeper verlassen hatten und der Ball somit den Weg ins verlassene Tor fand. Nach 75 Minuten stand es nun 0:1 für die Gäste aus Liegau, die diese Führung schließlich auch souverän über die Zeit brachten. Fazit: Bei einem Chancenverhältnis von 1:2 (zählt man das Tor hinzu) kann man nicht unbedingt von einem verdienten Sieg sprechen. Normalerweise muss so ein Spiel 0:0 ausgehen, auch wenn es anfangs temporeich und zweikampfintensiv war. Die Freistöße machten aber am Ende den Unterschied aus, da auch der LSV einige dieser Standardsituation hatte, aber damit heute völlig überfordert war. Liegau baute die Führung gegenüber Lomnitz mit dem heutigen Sieg auf stolze 14 Punkte aus und hat den Wiederaufstieg eigentlich so gut wie in der Tasche. Beim LSV muss man nun darauf hoffen, dass es noch einen zweiten Auftiegsplatz geben wird und man diesen auch erreicht, sofern man überhaupt aufsteigen will.

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